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Das Datenmodell verstehen: Models, Felder und das ORM

Tabelle, Zeile, Spalte – und wie Verknüpfungen alles zusammenhalten.
14. Oktober 2026 durch
Das Datenmodell verstehen: Models, Felder und das ORM
Detalex GmbH, Dietmar Hamm

Bevor man in Odoo auswertet, lohnt ein Blick unter die Haube: Jede Information liegt in einem Model (einer Tabelle). Ein einzelner Eintrag ist ein Datensatz (eine Zeile), seine Eigenschaften sind Felder (Spalten). Das ORM (Object-Relational Mapping) übersetzt diese Objekte automatisch in die Datenbank – man braucht kein SQL und keine Programmierung, um Daten zu lesen, zu filtern und zu verknüpfen.

Die Bausteine
Model, Datensatz, Feld
Model = Tabelle
Ein Datentyp, z. B. Verkaufsauftrag, Kunde oder Produkt.
Datensatz = Zeile
Ein konkreter Eintrag, z. B. Auftrag „S00042“.
Feld = Spalte
Eine Eigenschaft, z. B. Betrag, Datum oder Kunde.

Feldarten

  • Einfache Felder – Text, Zahl, Datum. Der direkte Inhalt einer Spalte.
  • Verknüpfung (many2one) – zeigt auf einen anderen Datensatz, z. B. Auftrag → Kunde oder Auftrag → Verkaufsteam.
  • Listen (one2many / many2many) – zeigen auf mehrere Datensätze, z. B. Verkaufsteam → Mitglieder.
Verknüpfungen
Wie Daten zusammenhängen
1
Auftrag
ein Datensatz
→
2
Kunde / Team
many2one: zeigt auf einen
→
3
Mitglieder
one2many: mehrere

Warum das wichtig ist

Verknüpfungen sind der Schlüssel für Auswertungen und Berechtigungen. Über einen Pfad wie „die Mitglieder des Teams eines Auftrags“ erreicht man verbundene Daten, ohne sie zu kopieren – genau das braucht man später für die gebietsbezogene Sicht. Je sauberer die Verknüpfungen, desto müheloser lassen sich Zahlen gruppieren, filtern und auf Rollen zuschneiden.

Technische Namen sichtbar machen

Für Filter und Regeln braucht man die technischen Feldnamen – nicht die Beschriftung auf dem Bildschirm. Den Entwicklermodus aktivieren Sie unter Einstellungen → Allgemeine Einstellungen → Entwicklerwerkzeuge → Entwicklermodus aktivieren. Danach zeigt ein Mauszeiger über einem Feld (bzw. das Feld-Info-Symbol) den technischen Namen. Merken Sie sich: Filter, Gruppierungen und Datensatzregeln beziehen sich immer auf den technischen Namen, nie auf den angezeigten Text.

Ein Blick in die Tabelle

Konkret sieht das so aus: Ein Model ist eine Tabelle, jede Zeile ein Datensatz, jede Spalte ein Feld. Ein Feld vom Typ many2one speichert keinen Text, sondern einen Verweis auf genau einen Datensatz einer anderen Tabelle – einen Fremdschlüssel. So hängt ein Auftrag an genau einem Kunden und an genau einem Team, ohne dessen Daten zu kopieren.

Zwei Tabellen, verbunden ueber ein many2one-Feld vom Auftrag zum Kontakt

Diese Verknüpfungen sind der Schlüssel für später: Über einen Punktpfad wie team_id.member_ids – „die Mitglieder des Teams eines Auftrags“ – erreicht man verbundene Daten direkt in Filtern, Gruppierungen und Datensatzregeln. Je sauberer die Verknüpfungen, desto müheloser lassen sich Zahlen gruppieren und auf Rollen zuschneiden. Und weil das ORM diese Objekte automatisch in die Datenbank übersetzt, braucht man dafür weder SQL noch Programmierung – nur die technischen Feldnamen, die der Entwicklermodus sichtbar macht.

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