Bevor man in Odoo auswertet, lohnt ein Blick unter die Haube: Jede Information liegt in einem Model (einer Tabelle). Ein einzelner Eintrag ist ein Datensatz (eine Zeile), seine Eigenschaften sind Felder (Spalten). Das ORM (Object-Relational Mapping) übersetzt diese Objekte automatisch in die Datenbank – man braucht kein SQL und keine Programmierung, um Daten zu lesen, zu filtern und zu verknüpfen.
Feldarten
- Einfache Felder – Text, Zahl, Datum. Der direkte Inhalt einer Spalte.
- Verknüpfung (many2one) – zeigt auf einen anderen Datensatz, z. B. Auftrag → Kunde oder Auftrag → Verkaufsteam.
- Listen (one2many / many2many) – zeigen auf mehrere Datensätze, z. B. Verkaufsteam → Mitglieder.
Warum das wichtig ist
Verknüpfungen sind der Schlüssel für Auswertungen und Berechtigungen. Über einen Pfad wie „die Mitglieder des Teams eines Auftrags“ erreicht man verbundene Daten, ohne sie zu kopieren – genau das braucht man später für die gebietsbezogene Sicht. Je sauberer die Verknüpfungen, desto müheloser lassen sich Zahlen gruppieren, filtern und auf Rollen zuschneiden.
Technische Namen sichtbar machen
Für Filter und Regeln braucht man die technischen Feldnamen – nicht die Beschriftung auf dem Bildschirm. Den Entwicklermodus aktivieren Sie unter Einstellungen → Allgemeine Einstellungen → Entwicklerwerkzeuge → Entwicklermodus aktivieren. Danach zeigt ein Mauszeiger über einem Feld (bzw. das Feld-Info-Symbol) den technischen Namen. Merken Sie sich: Filter, Gruppierungen und Datensatzregeln beziehen sich immer auf den technischen Namen, nie auf den angezeigten Text.
Ein Blick in die Tabelle
Konkret sieht das so aus: Ein Model ist eine Tabelle, jede Zeile ein Datensatz, jede Spalte ein Feld. Ein Feld vom Typ many2one speichert keinen Text, sondern einen Verweis auf genau einen Datensatz einer anderen Tabelle – einen Fremdschlüssel. So hängt ein Auftrag an genau einem Kunden und an genau einem Team, ohne dessen Daten zu kopieren.
Diese Verknüpfungen sind der Schlüssel für später: Über einen Punktpfad wie team_id.member_ids – „die Mitglieder des Teams eines Auftrags“ – erreicht man verbundene Daten direkt in Filtern, Gruppierungen und Datensatzregeln. Je sauberer die Verknüpfungen, desto müheloser lassen sich Zahlen gruppieren und auf Rollen zuschneiden. Und weil das ORM diese Objekte automatisch in die Datenbank übersetzt, braucht man dafür weder SQL noch Programmierung – nur die technischen Feldnamen, die der Entwicklermodus sichtbar macht.