Operatives Projektmanagement
Projektaufgaben in konkrete Zeitblöcke auf dem Ressourcen-Kalender umwandeln – automatisch verteilt, verbindlich zugesagt, an die Realität gekoppelt.
Projektpläne sind oft Wunschkonzerte – schöne Balken, die mit der Realität wenig zu tun haben. Der Grund ist strukturell: Odoo-Standard plant Projektaufgaben gar nicht auf Ressourcen. Aufgaben haben ein Datum, aber niemand rechnet nach, ob die Menschen, Maschinen und Räume dann überhaupt frei sind.
Unser operatives Projektmanagement schließt genau diese Lücke: Oddy verteilt die Aufgaben-Stunden mit einem Klick auf die Ressourcen-Kalender und erzeugt verbindliche Zeitblöcke – berücksichtigt Abhängigkeiten, Prioritäten und Verfügbarkeit und plant just-in-time neu, sobald sich etwas ändert. So bleibt der Plan an das echte Leben gekoppelt, kein Wunschkonzert.
Ihr Nutzen
Oddy rechnet mit Arbeitszeiten, Schichten, Feiertagen, Urlaub und bestehenden Buchungen – keine Doppelbelegung, keine Überlastung. Aus Wunschterminen werden belastbare Termine.
Der Projektmanager hat keine Weisung über Ressourcen – er fordert an, die Ressourcenseite sagt zu. Erst wenn Mitarbeiter und Führungskraft bestätigen, ist ein Slot verbindlich. Realistische Zuweisung statt Papierplan.
Deadline-Risiken, Produktivitätsabweichungen und „über Budget“ werden automatisch erkannt und gemeldet – mit Abweichung in Tagen, direkt an der Aufgabe.
Ändert sich die Realität – Ausfall, Repriorisierung, realer Fortschritt – wird zeitnah neu geplant. Umplanungen sind dokumentiert und werden erneut zugesagt.
Ressourcen, die nur gemeinsam an einer Aufgabe arbeiten können, werden anders geplant als unabhängige – parallel oder unabhängig, pro Aufgabe wählbar.
Farbcodierte Slots (angefragt / teilbestätigt / bestätigt), rote Umplanungen und gefährdete Termine – auf einen Blick, statt Zettel und To-do-Listen.
Die Aufgabenansicht
Jede Aufgabe zeigt alle planungsrelevanten Felder: Fortschritt, Produktivität, projizierte Gesamtstunden, Planungsstatus und zugewiesene Ressourcen. Der „Aufgabe planen“-Button öffnet den Planungswizard.
Prozess 1: Aufgabe planen
Der Planungsprozess beginnt auf der Aufgabe und endet mit konkreten Zeitblöcken im Ressourcen-Kalender:
Weisen Sie der Aufgabe konkrete Ressourcen zu – oder fordern Sie sie ohne Namen aus einem Pool an („2 aus dem Team“); Oddy wählt die am wenigsten Ausgelasteten. Material-Ressourcen (Räume, Maschinen) erzwingen automatisch den Parallel-Modus.
Der Wizard zeigt Budget, geleistete Stunden, Produktivität und berechnete Reststunden. Wählen Sie Startdatum, Stunden pro Tag pro Ressource, Zeitpräferenz (Vormittag/Nachmittag/Flexibel) und maximalen Planungshorizont.
Oddys Planungsalgorithmus verteilt die Stunden in 15-Minuten-Schritten auf verfügbare Zeitfenster der Ressourcen und berücksichtigt: Arbeitskalender, Feiertage, genehmigte Abwesenheiten, bestehende Slots und Aufgabenabhängigkeiten. Ganze Projekte plant er in topologischer Reihenfolge – Abhängigkeiten zuerst; zirkuläre Abhängigkeiten werden erkannt und gemeldet.
Die erzeugten Zeitblöcke sind sofort in der Gantt-Ansicht sichtbar. Der Planungsstatus aktualisiert sich automatisch: Nicht geplant → Teilweise geplant → Vollständig geplant. Eine Notiz im Chatter erklärt, was geplant wurde – inklusive übersprungener Tage mit Grund.
Prozess 2: Bestätigung und Verbindlichkeit (Request & Approve)
Geplante Zeitblöcke werden nicht angeordnet, sondern zugesagt – in zwei Stufen:
Slot wurde angefordert. Gelb im Gantt. Wartet auf die Zusage des Mitarbeiters.
Mitarbeiter hat zugesagt. Hellblau im Gantt. Wartet auf die Freigabe der Führungskraft.
Beide haben zugesagt. Slot ist geschützt – nur Anforderer, Führungskraft oder PM können ändern.
Prozess 3: Just-in-time-Umplanung
Fällt eine zugesagte Ressource weg (Repriorisierung, Ausfall) oder wird sie unverfügbar gesetzt, wird umgeplant – nicht per Direktverschiebung, sondern über einen dokumentierten Vorschlag:
Über einen Wizard wird ein neuer Zeitpunkt mit Begründung vorgeschlagen. Der Slot wird im Gantt rot markiert – offene Umplanungen sind sofort sichtbar.
Annehmen: Slot wird verschoben und durchläuft die Zusage-Kette erneut. Ablehnen: Vorschlag wird verworfen, die ursprüngliche Zeit bleibt.
Prozess 4: Produktivitätsmessung
Das Modul führt ein leichtgewichtiges Produktivitätsmodell ein, das geplante Stunden, tatsächliche Zeiterfassung und manuellen Fortschritt verbindet:
| Kennzahl | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| Fortschritt | Manuell eingetragener Fertigstellungsgrad (0–100%) | 100% |
| Produktivität | Budget × Fortschritt / tatsächliche Stunden | 80h × 1.0 / 26h = 3.08 |
| Status | Ahead (≥1.20) | On Track (≥0.90) | Behind (<0.70) | Ahead |
| Projektion | Hochrechnung der Gesamtstunden basierend auf aktuellem Tempo | 26:00 h (statt 80h Budget) |
Die Planungsansicht
Alle geplanten Zeitblöcke werden in der Gantt-Ansicht pro Ressource dargestellt. Farbcodierung zeigt den Bestätigungsstatus: Gelb = angefragt, Hellblau = teilbestätigt, Standard = bestätigt, Rot = Umplanungsvorschlag.
Prozess 5: Aufgabenabhängigkeiten
Wenn Aufgabe B von Aufgabe A abhängt (Odoos eingebautes Abhängigkeitsfeld), berechnet das Modul automatisch:
Abgeleitet vom Planungsende oder der Deadline des Vorgängers plus einen Tag. Oddy erzwingt dies als Constraint – Aufgabe B kann nicht vor Abschluss von Aufgabe A geplant werden.
Beginnen bestehende Slots vor dem erlaubten Startdatum, wird eine Warnung direkt am Aufgabenformular angezeigt. So erkennen Sie Planungskonflikte sofort.
Prozess 6: Automatische Freigabe
Wird eine Aufgabe „Fertig“ oder „Abgebrochen“, werden alle verknüpften Slots automatisch entfernt und die Ressourcen sofort freigegeben. Ein Chatter-Eintrag dokumentiert, wie viele Slots und Stunden frei wurden.
Läuft eine Aufgabe über die Prognose (Toleranz konfigurierbar), zeigt der Status „über Budget“. Mit einem Klick lassen sich überzählige Slots wieder freigeben.
Mehr aus der Suite
Operatives Projektmanagement ist eine Suite. Rund um die Planung ergänzen weitere Module den Projektalltag:
Material an der Aufgabe erfassen – beim Speichern entstehen automatisch Bestellung (gruppiert nach Lieferant & Adresse), Fertigungs- oder Dropship-Auftrag. Rechnungssplit je Adresse/Projekt, Lieferstatus im Kundenportal.
Retainer- bzw. Prepaid-Stunden je Kunde: über einen Auftrag liefern, direkt fakturieren oder aufs Aufgaben-Worksheet buchen – transparenter Verbrauch per Smart-Button.
Task-Code im Betreff hängt die Mail an die bestehende Aufgabe statt eine neue anzulegen; Projekt-Mail-Aliase, intelligente Anhänge ohne Logo-Spam.
Eindeutige, sprechbare Codes (z. B. PRJ-00001) für Suche, Referenz in Mails/Telefonaten und als Basis der E-Mail-Zuordnung.
Projektweite Stichwort-Whitelist, Zuweisung nur an interne Follower bei privaten Projekten, projektübergreifend geteilte Aufgaben-Phasen statt Wildwuchs.
Zentrale Stellgrößen wie Solver-Zeitlimit, Over-Budget-Toleranz und Drift-Schwelle sind System-Parameter – ohne Programmierung anpassbar.
Für wen ist das?
Entwicklerteams auf Sprints und Aufgaben planen. Kapazitätsauslastung optimieren. Überlastung vermeiden.
Projektphasen mit Abhängigkeiten planen. Fachkräfte auf Projekte verteilen. Deadlines überwachen.
Maschinen, Räume und Personal parallel planen. Ressourcenpools für flexible Teams nutzen.
Berater auf Kundenprojekte disponieren. Auslastung visualisieren. Teilleistungen mit Planung verknüpfen.
Förderfähige Maßnahme
Die Einführung und Anpassung von ERP-Systemen wie Odoo ist in Deutschland förderfähig. Unternehmen können von staatlichen Förderprogrammen profitieren – z. B. über den ERP-Förderkredit Digitalisierung der KfW, Landesprogramme wie den Digitalbonus Bayern oder den Digital-Zuschuss Hessen sowie die kostenlosen Beratungsangebote der Mittelstand-Digital Zentren des BMWK (Stand: Juli 2026). Wir unterstützen Sie gerne bei der Antragstellung.
Interesse geweckt?
Lassen Sie sich unverbindlich beraten – wir zeigen Ihnen, wie operatives Projektmanagement in Ihre Projektplanung passt.
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